Trogen/AR.
«Gute Arbeit hat ihre eigene Sprache, wozu braucht es da noch viele
Worte?» Mit diesem Zitat des Künstlers eröffnete Laurenz Winkler,
Arbon, die Ausstellung des Trogener Bildhauers Heinz Zellweger in der
Galerie am Landsgemeindeplatz in Trogen. - pd/MC
Die gut zwei Dutzend, zum Teil grossformatigen Skulpturen und Reliefs
von Heinz Zellweger nehmen einen prominenten Platz in der Galerie ein.
Sie füllen die Räumlichkeiten lassen aber genug Freiraum für ganz
persönliche Interpretationen. Sie sprechen in der Tat, wie vom Künstler
gewollt, eine eigene Sprache, stumm, majestätisch und zum Teil
überraschend farbenfroh.
In Heinz Zellwegers aktuellem Schaffen dominieren nicht mehr so sehr
die Türme, Leitern und Tore, vielmehr sind es die Reliefs mit
geordneten oder überlagerten Rhythmen, die den Betrachter in den Bann
ziehen. Sie laden geradezu ein, sich mit dem Material auseinander zu
setzen, es mit den Händen zu erforschen. „Berühren erwünscht“ steht auf
einem Schild neben den Objekten, und lädt dazu ein, das archaische
Material aus dem viele der Objekte geschaffen wurden, neu zu entdecken.
Die Vernissagenbesucher waren voll des Lobes ob der „stillen“ und doch
so ausdrucksstarken Kunst von Heinz Zellweger und so manch einer ging
mit dem festen Vorsatz nach Hause, einen geeigneten Platz für das eine
oder andere Objekt zu suchen.
Die Ausstellung dauert noch bis zum 20. Juni. Die Galerie ist jeweils
Freitag von 14 bis 18 Uhr und Samstag von 9 bis 13 Uhr geöffnet.