Vom
14. bis 29. August stand die Galerie am Landsgemeindeplatz in Trogen
ganz im Zeichen der Frau. Vier Frauen zeigten Frauen und Frauliches.
Die ursprüngliche Idee der Initianten war es, Frauen, die voll im
Berufsleben stehen und neben Haushalt und Familie noch Zeit und Musse
haben, künstlerisch tätig zu sein, eine Plattform zu geben. Daraus
entwickelt hat sich eine Ausstellung von Frauenporträts in Aquarell,
Acryl, Keramik und Bronze. Ergänzt wurde die Ausstellung durch
frauliche Kunst-Objekte wie Handtaschen und Schuhe.
Sonja Aeschlimann
zeigte Frauen in Acryl. Sie, die gegen aussen ruhig und überlegt
auftritt, zeigt in ihren Werken Kraft und Leidenschaft für Kunst und
das, was den Menschen im Innersten bewegt. Eine Dynamik, die nichts
Zerstörerisches, sondern Harmonie ausstrahlt — zurückhaltend, sensibel
und verspielt.
Ursula Engler malt Frauen in Aquarell. Sie
fing vor 30 Jahren an, die Dörfer des Appenzeller Vorderlandes
akrybisch genau abzubilden. Das Aquarellieren löste diese Phase ab. Sie
blieb aber auch beim Aquarellieren der gegenständlichen Kunst treu. Den
nächsten Schritt machte Ursula Engler hin zum Aktzeichnen. Über mehrere
Jahre hinweg entstanden Menschenbilder. Ihre Arbeiten leben von Farbe,
Form und Fläche.
Irene Müller präsentierte Frauliches in
Keramik. Im selbst gebauten Raku-Ofen, der mit Holz auf 1000°
aufgeheizt wird, lernte sie das Spiel mit Feuer, Rauch und Asche
kennen. Die Raku-Technik ist denn auch inzwischen zu Irene Müllers
Lieblings-Brennart geworden. Zurzeit - vielleicht auch für längere Zeit
– modelliert sie vor allem Frauenkörper, so wie sie diese aus ihrem
Inneren heraus sieht.
Susanne Brefin ergänzte die
Ausstellung mit Arbeiten aus Draht und Stoff. Im Jahre 2000 begann sie
mit verschiedenen Materialen Taschen zu nähen. 2003 entstanden die
ersten Taschen aus Draht, gefüttert mit Stoff, für den Alltagsgebrauch
bestimmt. Susanne Brefins Kreativität beginnt mit einem Gedanken, er
begleitet sie und verwandelt sich zu einer Idee. Aus dieser Idee
gestaltet sie ein imaginäres Bild, welches sie dann in die Realität
umsetzt.
Wissenswertes über die Künstlerinnen und Künstler:
Ursula Engler Ich habe nie aufgehört zu
malen. Meine Malerei ist mir ein Bedürfnis und eine ständige
Begleiterin. Ich bildete mich in verschiedenen Kursen weiter. Meine Stationen
waren die Kunstgewerbeschule St. Gallen, die Schule für Gestaltung in
Zürich, der Kunstraum Dornbirn, die Kantonsschule Trogen. Vor etwa
30 Jahren fing ich an die Dörfer des Appenzeller Vorderlandes akribisch
genau abzubilden. Das Aquarellieren löste diese Phase ab. Ich blieb
aber auch beim Aquarellieren der gegenständlichen Kunst treu. Den nächsten Schritt machte ich hin zum Aktzeichnen. Über mehrere Jahre hinweg entstanden Menschenbilder. Meine neuen Bilder leben von Farbe, Form und Fläche.
Sonja Aeschlimann 1983 entstand der Wunsch,
die beim Reisen und Tauchen gewonnenen faszinierenden Eindrücke,
abstrahiert in Farbe und Form auszudrücken. Besuch verschiedener
Mal- und Experimentier-Kurse im In- und Ausland, in denen sie
verschiedenste Techniken wie Öl, Aquarell, Gouache, Acryl, Collagen,
Drucktechnik, ... kennenlernte.
Prägende Stationen auf ihrem künstlerischen Weg: Sommerakademie Salzburg, Zhou Brothers — Malerei Europäische Kunstakademie Trier — Malerei Schule für Gestaltung Zürich — Radierung Druckatelier Tom Blaess — Monotypie und Gumprint seit 2003 Intensivstudium bei Jo Bukowski — Malerei und Holzschnitt
Sonja Aeschlimann, die gegen aussen ruhig und überlegt auftritt, zeigt
in ihren Werken Kraft und Leidenschaft für Kunst und das, was den
Menschen im Innersten bewegt. Eine Dynamik, die nichts Zerstörerisches,
sondern Harmonie ausstrahlt — zurückhaltend, sensibel und verspielt.
Die
Symbiose von Abstraktem und Bewegung, Linien und Weiss, fordern sie
immer wieder aufs Neue heraus und lässt sie mit den unterschiedlichsten
Materialien experimentieren. „Eine ständige Suche nach dem Selbst“.
Frauliches aus Keramik
von
Irene Müller
Im Herzen St.Gallerin St.Gallen
ist für Irene Müller Geburtsstadt (1956), Lern- und Wirkungsstätte.
Eine dreijährige Töpferlehre mit Kunstgewerbeschule bei der Firma
Steinlin in St.Gallen förderten ihre Neigung, ihr Talent zur
formenden Kunst. Im anschliessenden Gesellenjahr im Lehrbetrieb konnte
sie das Gelernte festigen.
Reich an Erfahrungen Bei
einem Welschlandaufenhalt eröffnete Irene Müller zusammen mit ihrer
Vorgesetzten eine Töpferei in Bulle. Erste Erfahrungen mit Steinzeugton
ergänzten ihre Kenntnisse. Danach folgte eine längere Asienreise-Pause
vom kreativen Schaffen – fremde Eindrücke hinterlassen Spuren und
beflügeln.
Ein Traum wurde wahr 1985 Einrichtung
einer eigenen Töpferei. Arbeiten mit der gelernten Technik. Irene
Müller vermittelt ihr Wissen in Töpferkursen in der Töpferei sowie bis
heute in diversen Schulen der Mittelstufe. Aus diesem Schaffen mit
Kindern entstand die Vorliebe zum Modellieren – statt
Gebrauchsgegenstände gehören nun Figuren, Tiere und abstrakte Objekte
zu den bevorzugten Werken.
Heiss geliebte Brenntechnik Im
selbst gebauten Raku-Ofen, der mit Holz auf 1000° aufgeheizt wird,
lernt sie das Spiel mit Feuer, Rauch und Asche kennen. Die Raku-Technik
ist denn auch inzwischen zu Irene Müllers Lieblings-Brennart geworden.
Zur Zeit vielleicht auch für längere Zeit – modelliert sie vor allem
Frauenkörper, so wie sie diese aus ihrem Inneren heraus sieht.
Der Weg ist das Ziel Ab
1989 Teilnahme an diversen Gruppen- und Einzelausstellungen. Für Irene
Müller sind sie zugleich Ansporn, stehts neue Objekte zu gestalten und
Hilfe, immer wieder den richtigen Weg zu finden.
Susanne Brefin Geb. in Zürich 1964 aufgewachsen in Genf und Unterägeri Ausbildung zur dipl. Pflegefachfrau Weiterbildung in Entspannungs-Massagen
Wie alles begann Im
Jahre 2000 begann ich mit verschiedenen Materialen Taschen zu nähen.
2003 entstanden die ersten Taschen aus Draht, gefüttert mit Stoff, für
den Alltagsgebrauch bestimmt. Draht und Bewegung faszinierten mich
immer mehr, und so fing ich an, beides zu kombinieren. Es entstanden
bewegte Taschen-Draht-Objekte, ab 2004 unter Mithilfe von Werner Angst. Seit 2005 realisieren wir nun gemeinsam überdimensionale bewegte Objekte.
Meine
Kreativität beginnt mit einem Gedanken, er begleitet mich und
verwandelt sich zu einer Idee. Aus dieser Idee gestalte ich ein
imaginäres Bild, welches ich in die Realität umsetze. Somit hat jedes Objekt seine eigene Geschichte, und Geschichten liebe ich.