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Werner Meier - SILVESTERCHLAUSEN
Bildnerischer Nachklang aus erlebter Innensicht auf den Appenzeller Silvesterbrauch

10. Januar 2009 bis 14. Februar 2009

Das Silvesterchlausen ist im ausserrodischen Hinterland, also in den Gemeinden Urnäsch, Herisau, Hundwil, Stein, Waldstatt, Schwellbrunn und Schönengrund, der wohl eindrücklichste Winterbrauch. Seit einigen Jahren gibt es auch wieder Chläuse im Mittelland, und zurzeit sieht es danach aus, als ob der alte Brauch ehemals verlorenen Boden wieder zurückgewinnen könnte.

Heute unterscheidet man mehr oder weniger deutlich drei Arten von Chläusen: die "wüeschte", die "schöne" und die Wald- oder Naturchläuse. Sie treten alle fast ausschliesslich in Gruppen auf, "Schuppel" nennt sie der Einheimische. Die einen tragen eine oder zwei Schellen und stellen "Mannevölcher" dar. Man nennt sie häufig nach ihrem Instrument "Schelli oder "Schellenchlaus". Die anderen sind die "Rollewiiber" oder "Rolli", mit einem Rollenträger um den Oberkörper. Obwohl die Rollenweiber eindeutig weibliche Kleidung tragen, versteckt sich unter der Maskerade ein Bursche. (Quelle: Museum Urnäsch)

Die Galerie am Landsgemeindeplatz in Trogen zeigte vom 10. Januar bis 14. Februar 2009 eine wohl einmalige Sammlung von bildnerischen Impressionen aus der Hand des Trogener Künstlers und aktiven Silvesterchlauses Werner Meier.

Er ist jahrelang als "Silvesterchlaus" in einem "Schuppel" mitgegangen und hat auch diesen Silvester aktiv unter einer Chlausenhaube verbracht. Als Künstler hat Werner Meier die eindrücklichsten Momente bildnerisch festgehalten. Seine Zeichnungen, Grafiken und Malereien, vorwiegend Vorlagen für sein neuestes Buchprojekt, werden erstmals in der Galerie am Landsgemeindeplatz der Öffentlichkeit zugänglich gemacht. Exklusiv für die Ausstellung schuf Werner Meier zudem im Atelier von Urban Stoob, St.Gallen, eine zweifarbige Lithografie (Steindruck). Sie war in streng limitierter Auflage während der Ausstellung erhältlich.