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Momente der Stille: Ch.Fitze
Eröffnungsausstellung
     
 

Eröffnungs - Ausstellung
15. August bis 11. Oktober 2008

Die Eröffnungsausstellung präsentierte grossflächige Exponate von Mark Staff Brandl. Christian Fitze dokumentierte mit seinem fotografischen Auge die kunstvollen Facetten von Steinen und Wasser. Therese Hächler zeigte Textilarbeiten während Werner Meier mit eigens für diese Ausstellung geschaffenen Exponaten überraschte. Ficht Tanner stellte einige seiner einzigartigen Stickereibilder aus und Heinz Zellweger brachte einen Querschnitt seines Schaffens, von der ersten Zeichnung bis hin zur vollendeten Skulptur.


Künstlerinnen und Künstler


Mark Staff Brandl
Lennon und Superman

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Mark Staff Brandl ist 1955 in Chicago geboren und lebte dort lange Zeit. Seit 1988 wohnt er in der Schweiz. Künstlerisch tätig ist er international seit 1980. Seitdem hat er verschiedenste Auszeichnungen erhalten.
Brandl arbeitet zurzeit an drei Serien, betitelt Panels, Covers und Dripped Paintings. Die Panels sind mehrere Gemälde, welche mit direkt auf der Wand aufgetragener Malerei umgeben sind: überdimensionierte Comic-Heften gleich. Die Covers sind Gemälde in verschiedenen Formaten, welche die Sichtstruktur der Comic-Heft-Titelseiten verwenden. Die neuesten Gemälde verschmelzen Einflüsse von Jackson Pollock, Roy Lichtenstein, Jacopo Tintoretto, der Schrift-Malerei und dem Superhero-Zeichner Gene Colan.
Brandls Kunst erklärt, wie eine neue, robuste Malerei Einflüsse und Innovationen aus anderen Genres in sich aufnehmen und sie innerhalb ihrer eigenen visuellen Denkprozesse umrahmen kann. Sein Werk ist konzeptuell und intellektuell, und dennoch unterhaltsam sinnlich. Für Brandl ist dieses ein persönlicher und disjunktiver Dialog der Schlichtung. Andeutungen und Impurismus sind seine ästhetischen Tugenden. Der Künstler feiert seine Inspirationsquellen, besonders die seiner Kindheit, die seiner Berufung zum Künstler zu Grunde lagen — u.a. die Billboardschriftmalerei und Schaufensterdekoration seines Vaters und seiner Mutter sowie die Superhero-Comics und deren Künstler.
Seine künstlerischen Arbeiten wurden unter anderem von Galerien und Museen in der Schweiz, Deutschland, Italien, Ägypten, der Karibik sowie in Städten wie Basel, Paris, Moskau, Chicago, Los Angeles oder New York gezeigt. Als Kunstkritiker schreibt er regelmässig für Kunst-Zeitschriften wie The Art in America (New York), bei denen er Corresponding Editor ist. Einige seiner Werke wurden vom Museum of Modern Art in New York, dem Whitney Museum in New York, dem Museum of Contemporary Art in Chicago, dem Victoria und Albert Museum in London, dem Thurgauer Kunstmuseum, dem Kunstmuseum St. Gallen, The Museum of Contemporary Art in Los Angeles, the International Museum of Cartoon Art, der Graphischen Sammlung der ETH Zürich, dem Kunstmuseum Olten und anderen aufgenommen.

Lennon und Superman war zum ersten Mal in der Schweiz in einer Galerie ausgestellt. Es ist mit Oel und Acryl auf Büttenpapier gemalt.
Ausserdem zeigte er diverse farbige und schwarz/weisse Covers.


Christian Fitze
Cascata

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Die Fotografie veränderte die Wahrnehmung von Christian Fitze seit seinem zwölften Lebensjahr. Zuerst mit einer Kodak Instamatic, schon bald mit Nikon Kameras, später mit der Hasselblad, dann vorwiegend mit einer 8x10" Arca Swiss und heute immer mehr digital.
 "Steine drängen sich seit meiner Jugend immer wieder in mein Blickfeld. Zu Beginn oft gigantisch, laut und in kontrastreichen Strukturen, mit der Zeit häufiger in stilleren aber nicht minder kraftvollen Tönen. Das Bild eines Schweisshundes, der einer Fährte bis zum Ziel folgt, taucht als Bild in mir auf, wenn ich meine fotografische Arbeitsweise beschreiben soll. Hin und wieder entdecke ich überrascht die Bildaussage bestimmende Elemente erst im fertig ausgearbeiteten Print: Geschenke des Himmels, welche ich während dem intensiven Ausloten des Bildausschnittes nicht wahrgenommen habe.“

Jedes Bild war nummeriert und signiert. Ein Detailbeschrieb der Technik und verwendeten Materialien wurde mitgeliefert.
Die Bilder sind archivfest auf Museumskarton aufgezogen und in einem Klapp-Passepartout integriert. Der Rahmen ist ein hochwertiger Magnet-Alu-Wechselrahmen mit nichtreflektierendem Spezialglas.


Therese Hächler
Teppich genäht

Therese Hächler zeigte einen harmonischer anthrazitfarbenen Baumwollteppich mit diversen anderen aufgenähten Materialien.
Therese Hächler lebt seit 26 Jahren in Trogen. Die gelernte Buchhändlerin kam als Autodidaktin zur Kunst und erhielt schon mehrfach Auszeichnungen. Mit ihren „Dechine“, wie die sympathische Künstlerin ihre Arbeiten bescheiden auf Berndeutsch nennt, erhielt sie auch bei internationalen Ausstellungen Anerkennung.
Ihre Phantasiebilder überraschen positiv mit ungewohnten Farbkombinationen.  Die wunderschönen verschiedenartigen Stoffe verarbeitet sie mit grossem handwerklichem Geschick zu einem harmonischen Ganzen.


Werner Meier
roter Teppich

Werner Meier wurde 1956 in Stein AR geboren und wohnt heute in Trogen. Nach der Ausbildung zum Grafiker und Werklehrer ist er seit 1983 Lehrer für bildnerische Gestaltung an der Kantonsschule. Diverse Einzel- und Gruppenausstellungen sowie die Teilnahme an verschiedensten Projekten sowie unzählige Illustrationen zeugen von seiner grossen Schaffenskraft. Farbe, Farbbegriffe, Farbe und Substanz in mehrfacher Hinsicht ist seit längerem Auseinandersetzungsfeld und Thema in seiner gestalterischen Arbeit.
"Alltagsgrau" heisst sein letztes Projekt, ein Gemeinschaftswerk, eine Annäherung und Auseinandersetzung zwischen Wort und Bild. Eine Auswahl aus Gedichten und Textsammlungen von Gerhard Falkner bilden Impuls und Grundlage für die Bildgestaltung von Werner Meier. Dabei wollen seine grafischen Umsetzungen keine Illustration im herkömmlichen Sinn sein, sondern eigenständige Entsprechungen. Nur bei oberflächlicher Betrachtung ist der Alltag grau. Die Bilder und Texte von "Alltagsgrau" suchen jenes Besondere darzustellen, das sich in der Alltäglichkeit verbirgt und sie ausmacht.

Speziell für die Eröffnung der Galerie überraschte er mit seiner Erfindung: einen roten Teppich auf Papier. Gibt es eine grössere Ehre, als die Gäste mit einem roten Teppich zu begrüssen?
Die 4 Teppiche sind in Offsetfarbe mit Pigmenten auf Papier gemalt.



Ficht Tanner
Stickerei

Ficht Tanner „zeichnet“ mit der Nachstickmaschine ohne Vorlage direkt auf Stoff. Die Stickmaschine ist ihm Feder und Pinsel zugleich. Auf diesem Weg entstehet eine spezielle Formensprache mit unendlich vielen farbenfrohen Wesen. Diese bedeuten nichts anderes als das was sie sind – sie sprechen für sich.
Seine einzigartigen Stickereiarbeiten verbunden mit der Freude am Zeichnen und an der Musik (Ficht Tanner ist ein begnadeter Musiker), bewogen ihn an seinen Geburtsort Trogen zurückzukehren und hier sesshaft zu werden. Ficht Tanner spielt Bassgeige und bezeichnet die Musik mit ihren vielfältigen Klängen als wahren Treiber für sein schöpferisches Wirken.


Heinz Zellweger
überlagerte Rhythmen

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Nebst den Skizzenbüchern waren auch diverse "kleinere" Werke von Heinz Zellweger ausgestellt. Heinz Zellweger lebt und arbeitet seit vielen Jahren in Trogen. Er liebt die Kunst und setzt seine Ideen und Anschauungen gestalterisch mit Holz, Stein, Gips und Ton um. Die Spannung zwischen Zufälligem und Komponiertem weist ihm seinen Weg in der Bildhauerei.
Es ist nicht sein Wunsch, die Kunst zu erneuern, er liebt vor allem jene Kunst, die Worte überflüssig macht.
Im Zentrum seiner Arbeit steht der Mensch, obwohl er eigentlich nur selten als solcher zu erkennen ist. Heinz Zellweger interessiert sich weniger für die äussere Erscheinungsform, vielmehr sucht er nach Symbolen für das Wesen des Menschen. Solche Symbole sind z.B. die Karriereleiter, Lebensleiter, Händetürme.
Die Leitern und Türme symbolisieren das Wachsen, das Streben nach oben.